Fronleichnam20169Bereits vor 1745 stellte der damalige Pfarrer bei seinem Bischof den Antrag eine Fronleichnamsprozession in Niederburg durchführen zu dürfen. Seither ist die Fronleichnamsprozession einer der dörflichen Höhepunkte des Festkalenders. Die Niederburger, und das egal welcher Religionsgemeinschaft angehörend, feiern dieses Fest als einen besonderen Jahreshöhepunkt. Fast das ganze Dorf ist mehrere Tage vor dem Fest unterwegs und sammelt Blumen für den Blumenteppich auf dem Prozessionsweg. Höfe und Grünanlagen werden herausgeputzt und tragen zusammen mit Flaggen und weiterem Blumenschmuck zum festlichen Aussehen bei. Drei Altäre im Dorf stellen einen weiteren Höhepunkt her. Große, kunstvoll gestaltete Blumen- und Pflanzenteppiche werden in den frühen Morgenstunden auf Straßen und Plätze gezaubert. Keine fertigen Vorlagen, sondern eigene Entwürfe verzaubern Besucher immer wieder aufs Neue. Wie schon in den vergangenen Jahren entsteht durch den Wegfall von Mitmachern keine Unterbrechung des über den ganzen Prozessionsweg führenden Straßenteppichs, hier helfen alle mit. Besonders gern gesehen sind immer wieder junge Menschen und hier immer wieder Kinder und Erwachsene aus der Nachbargemeinde Urbar. „Zuspätkommer" regen, so auch in diesem Jahr an, den Blumenteppich bis zum Ende der Sperrzeit zu erhalten. „Schade, dass es schon vorbei ist, diese herrliche Blütenpracht ist einmalig“ so die Aussage von Besuchern die zufällig oder gewollt Gäste der feierlichen Prozession waren. Eine Anregung, um in den nächsten Jahren über das Einsammeln der Blumen zu einem späteren Zeitpunkt nachzudenken.Fronleichnam 20161

Im Anschluss an Gottesdienst und Prozession lädt die Kirchengemeinde ins Generationenhaus zu einem „Fest der Begegnung“, dem Pfarrfest ein. Auch hier ist der historische Zusammenhang vorhanden. Im Jahr 1831/32 belegt der Kirchenrechner, dass er für Wein für den Pfarrer, Himmelträger und Küster 2 Taler und 26 Silbergroschen und 8 Pfennige ausgelegt hat.

Die Organisatoren des Festes laden zum Mittagstisch, Kuchenbüffet und Dämmerschoppen ein.

Der Erlös ist wieder für die Unterhaltung der Pfarrkirche St. Stephanus bestimmt.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister

 

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