Lebenshilfe Kastellaun32Dieser Tage machte sich eine Delegation aus Niederburger Vereinsvertretern und der Gemeindeführung auf den Weg nach Kastellaun, um symbolisch einen Scheck bei der Lebenshilfe und hier konkret bei der Fördergruppe 7 in deren Wohnbereich abzugeben. Michael Rüdesheim hatte die Kontakte   hergestellt und gepflegt. Die Gruppenleitung stellte die Arbeit der Verantwortlichen vor. Die Beschäftigungsmöglichkeiten und die Förderung von Menschen mit starken Beeinträchtigungen stehen täglich auf dem Programm. So bereiten die Bewohner in einem besonderen Verfahren Rahmen zur Honiggewinnung für heimische Imker vor. Das Besondere an dieser Arbeit ist die Verwendung des von dem anliefernden Imker bereitgestellten Bienenwaches, das ausschließlich von diesen Imker auch wiederverwandt wird. Die Fertigkeiten der Bewohner zu erhalten, bzw. zu verbessern ist Ziel der Betreuung.

Die Niederburger Ortsvereine hatten sich wie in jedem Jahr einen sozialen Verwendungszweck für die Erlöse der Dorfweihnacht ausgesucht. In diesem Jahr war der Zweck ausschließlich die Wohngruppe der Lebenshilfe, die auch einen Niederburger betreut. Mit der Leiterin der Gruppe Lebenshilfe Kastellaun3wurden von Michael Rüdesheim alle vorbereitenden Gespräche geführt und Verabredungen getroffen. Der Erlös aller Aktionen wie die eigentliche Dorfweihnacht, eine für Gymnastik und Trampolin, Flammkuchenbacken, Kuchenverkauf, Verkauf von Bienen erzeugten Produkten und einer Brotbackaktion der Backfreunde Scholl, wurden in einem Sammelfond zusammengeführt. Nach der eigentlichen Aktion, kurz vor der Scheckübergabe kamen von privater Seite noch einmal 300€ hinzu. Ortsbürgermeister Klockner konnte bei diesem Termin noch weitere 100€ hinzufügen, so dass der Lebenshilfe insgesamt 3.900€ und nicht wie im Foto ersichtlich 3.800€ für Anschaffungen in der Fördergruppe zur Verfügung stehen.

Eine der Hilfen für die Bewohner sind zwei spezielle Ruhestühle, die nach langem Verweilen in einem rollenden Gefährt zur Entspannung beitragen sollen. Zusätzlich zu dem genannten Betrag für die Gruppe in Kastellaun wollen die Vereinsvertreter und Gemeindeverantwortlichen mit dazu beitragen, dass die Möglichkeit der eigenen Mobilität eines Betroffenen aus Niederburg verbessert werden kann. Diese Anschaffung wird mit weiteren 1300€ unterstützt. Insgesamt wurden 5.200€ für diese Zwecke zur Verfügung gestellt. Mit dieser Aktion haben Niederburger wieder einen Beweis erbracht, dass Solidarität keine Einbahnstraße ist. Dorfgemeinschaften können etwas bewegen, können in guten und schweren Zeiten Herz und Verstand zeigen. Danke von Herzen allen, die mit zu dem außergewöhnlich guten Ergebnis beigetragen haben.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister