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Die Vielzahl der ehrenamtlichen Aktionen und Projekte, die Niederburger Vereine, die Jugend und die Ortsgemeinde auf die Beine stellen war Anlass zu einem Besuch der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland Pfalz Frau Malu Dreyer in Niederburg. Im Rahmen der RLP Tour im Land daheim kam die Ministerpräsidentin in den Abendstunden nach einem langen Besuchstag im Rhein Hunsrück Kreis auf die Rheinhöhe. Die Gemeindeverwaltung hatte in Absprache mit der Staatskanzlei den Besuch zweigeteilt, zum einen in eine Bustour rund um Niederburg und ein Bürgergespräch im Saal des Generationenhauses.

Die Niederburger Vereine und die Jugend hatten neben der Ortsgemeinde bei der Ausrichtung der Programmpunkte und bei der Ausführung mitgewirkt.

Empfangen wurde der hohe Gast am Backes Hof. Die Nachtwächtertruppe hatte den Nachtwächter, sei „Fraa“ und die beiden Lehrlinge als Abordnung zum Empfang geschickt. Nach einem kurzen Begrüßungsspruch und der Übergabe eines Blumenstraußes wurde schon der Bus für die Rundreise bestiegen. Neben Frau Dreyer und Ehrengästen wie Bgm. Thomas Bungert, Mitarbeiter des Innenministeriums und offiziellem Personal der Staatskanzlei waren Paten der vielen ehrenamtlichen Projekte des Dorfes mit im Bus unterwegs um Frau Dreyer ihre Herzensanliegen an den einzelnen Stationen zu schildern und für Fragen als Antwortgeber zur Verfügung zu stehen.108122018 malu dreyer ndbg 58

Die erste Station war der Bolzplatz, an dem Felix Oppenhäuser den Werdegang von der Entstehung bis zur heutigen Freizeitanlage für die Jugend beschrieb. Hermann Keßler stand als Ausführender, Organisator und Unterhalter am Dorfkreuz zur Verfügung. Das Dorf prägende Kreuz war in der Hauptsache von ihm und in der Folge von einer Mannschaft, die für die Wiedererrichtung mit Hand anlegten, an alter Stelle und in alter Technik neu errichtet worden. Informationen zum Neubaugebiet, Wald und das etwas außerhalb der Ortslage liegende kleine Gotteshaus der Niederburger, das Heiligenhäuschen, erklärte der Ortsbürgermeister. Zum größten ehrenamtlichen Projekt der Niederburger dem Sportplatz steuerte Wolfgang Schink, Vorsitzender des Fördervereins des Sportvereins in Vertretung, Daten und Fakten bei. Weiter ging die Rundreise an das gemeinsame Haus von Feuerwehr und Gemeinde in der Dorfmitte. Dieses Haus schufen mehr als 120 Helfer in ihrer Freizeit und halfen so mit der Gemeinde einen erklecklichen Teil der Kosten ersparen. Das Denkmal in der Dorfmitte hatte nach langen Jahren des Bestandes eine grundlegende Abdichtung und Drainage der Bausubstanz nötig. Mit Hilfe freiwilliger Helfer gelang es eine kostenaufwändige Reparatur zu ersparen. Im Zuge einer Straßenbaumaßnahme wurden Kabel für eine Beleuchtungsanlage mitverlegt und die Anlage mit Unterstützung des Heimatvereins ermöglicht.

Von den drei wieder in Betrieb befindlichen Brunnen aus dem Jahr 1852 konnte berichtet werden.
Toni Muders war es, der als Pate die Niederburger Kneippanlage vorstellen konnte. Er erläuterte den Werdegang vom Bau der Wanderhütte bis hin zur Schaffung eines Insektenhotels und eines Schwalbenhauses in der Anlage mit den Kneipp Becken für Arme und Beine. Der Gemeindefriedhof und die aus der Dorfmoderation herrührenden Änderungen der Grabgestaltung und Forderungen auf eine nötige Reduzierung des Pflegeaufwandes wurden vorgestellt. Die kürzlich abgeschlossene Innenrenovierung der Stephanus-Kirche stellte Walter Huppertz vor. Viele im Laufe von Jahrzehnten nötigen Unterhaltungsarbeiten waren immer begleitet von einem hohen Maß an Eigenleistungen der Bevölkerung. So wurde auch die kürzlich abgeschlossene Renovierung von vielen ehrenamtlich Tätigen unterstützt. Die finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung lies das Spendenbarometer auf weit über 60.000€ klettern. Die schon tiefe Dunkelheit bereitete keine Sorgen, für eine helle Beleuchtung sorgten aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr.

Zurück ging die Reise mit Werner Muders am Steuer zum Backhaus, wo der Steinbackofen eine große Menge Niederburger Backesbrote in sich barg. Die Mannschaft um Edgar Menne und Rainer Scholl hatte eine ganze Ofenladung herrlich duftender Brote produziert. Der hohe Gast konnte vorerst nur eine Nase des Duftes genießen.

108122018 malu dreyer ndbg 21Die Nachtwächter geleiteten die Ministerpräsidentin in den voll besetzten Saal des Generationenhauses und stellten Frau Dreyer dem Publikum vor. Nach den Begrüßungsworten durch den Ortsbürgermeister zeigte die Theatergruppe DASTOBI einen Auszug aus dem aktuellen weihnachtlich geprägten Stück. Die Besetzung der Darsteller musste an diesem Abend angepasst werden, zu viele der ansonsten aktiven Schauspieler hätten einen weiten Anfahrtsweg zurücklegen müssen. Danach referierte Frau Dreyer über die aktuellen Ereignisse in der Landes- und Bundespolitik. Eine Fragerunde schloss sich an. Von der Behandlung von Vereinen durch die Finanzbehörden über die Mittelrheinbrücke bis zur ärztlichen Versorgung des heimischen Raumes und dem zu erwartenden Ärztemangel trugen die Besucher ihre Fragen vor. Das Thema Ansiedlung und Förderung junger Unternehmen im ländlichen Raum und noch anzupassende Möglichkeiten in Rheinland Pfalz wurden nach einer öffentlichen Diskussion auch unter vier Augen weiter besprochen. Alle Antworten zeugten von einer hohen Detailkenntnis der Ministerpräsidentin. Auch nach dem offiziellen Schluss der Runde besuchte Frau Dreyer die Fragesteller an ihren Plätzen und nahm weitere Anregungen auf. Weit über die geplante Zeit blieb der hohe Gast in der Halle und führte weiter Gespräche mit einzelnen Gästen und kleinen Gruppen.

Mit einem herzlichen Dank verabschiedete sich Frau Dreyer und freute sich über ein Abschiedsständchen des Fanfarencorps Rot Weiß Niederburg. Selbst zum Schluss des mit Sicherheit anstrengenden Tagespensums freute sich jeder der Teilnehmer über die Herzlichkeit der Ministerpräsidentin. Allen Beteiligten dankte Frau Dreyer zum Schluss für die Gastfreundschaft die die Niederburger Bevölkerung wieder einmal an den Tag bzw. den Abend gelegt hatte. Großes Lob von vielen Gästen und von Frau Dreyer und ihrer Begleitung gab es für den ausrichtenden Gemeinderat und die an vielen Stellen mitarbeitenden Akteure.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister

 Hier gibt es Bilder zum Besuch von Malu Dreyer