Glhbirne

Die Räume des Generationenhauses haben mit dem Umbau bzw. der Renovierung wieder ihre historischen Namen erhalten. Dabei wurde auf die Bauzeiten und die Nutzung der Räume über lange Zeiten Rücksicht genommen.

Der älteste Teil des Hauses wurde in der Zeit etwas vor 1822 geplant und in diesem Jahr in Betrieb genommen. Dabei wurden das Backhaus, darüber im 1. Obergeschoss ein großer Klassenraum und eine Lehrerwohnung geschaffen. Im Dachgeschoss erhielt der Hirte des Dorfes einen recht bescheidenen Wohnraum. Im Jahr 1902 wurde der Gemeinde auferlegt, für die nunmehr 93 schulpflichtigen Kinder eine Erweiterung zu bauen. Dazu wurden an das bestehende Haus von 1822 ein Treppenhaus und zwei Klassenräume mit einer weiteren Mansarde im Dachgeschoss angebaut. Erst in den Jahren vor 1979 wurde das Haus um den Saal und Bühne erweitert und erhielt den Namen Mehrzweckgebäude.

Aus diesen belegten Fakten wurde die Namensgebung ausgewählt. Der Raum über dem Backhaus ist der Schulsaal an den selbst heute Achtzigjährige sich nur als Lehrerwohnungsteil (Schlaf- und Wohnzimmer des Lehrers) entsinnen. Er ist belegt der „Alte Schulsaal“ Neudeutsch MZR 3 „Mehrzweckraum 3“. Die Zeichnung zur Baugenehmigung ist noch vorhanden. Die beiden Klassenräume im 1903 erstellten in Backstein gekleideten Anbau sind wie belegt die „Unterklasse“ Technikraum (MZR 1) über der Theke und die „Oberklasse“, der heutige Raum der Kirchengemeinde  (MZR 2), der für einige Jahre als „Altentagesstätte“ genutzt wurde. In der weitaus längeren Zeit wurden hier die Kinder der Klassen 5 – 8 unterrichtet. Und mal ehrlich: „Wer der heutigen Senioren will sich schon gerne zu den „Alten“ in einer „Tagesstätte“ zählen“. Da gefällt es den rüstigen Niederburger Senioren wesentlich besser, in einem Haus das Generationen verbindet nach dem Motto: „Jung und Alt gemeinsam, so macht das Leben im Dorf Spaß!!“

Gewusst warum!!

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister