blaulicht.jpg 563 309 Wenn man als Hausbesitzer kurz nach Mitternacht einen Kaminbrand bemerkt und erste Maßnahmen ergreifen muss, ist das keine schöne Situation. Ein Kaminbrand ist keine Bagatelle,  die Feuerwehr muss alarmiert werden, um Schäden am eigenen Haus und in der Nachbarschaft entgegenzuwirken.

Das ist unangenehm, denn mit der Alarmierung eilen nun Freunde und Bekannte in der Feuerwehr von wo auch immer herbei – und das mitten in der Nacht.

Schön ist es, wenn in dieser Situation bekannte Gesichter aus dem Feuerwehrwagen aussteigen und ruhig - aber bestimmt - die ersten Gegenmaßnahmen einleiten.

Noch unangenehmer fühlt man sich, wenn man erfährt, dass die Oberweseler Wehr auch auf dem Weg nach Niederburg ist (und sehr schnell da war) und man weiß, dass nun auch Oberweseler Feuerwehrleute zum nächtlichen Einsatz geeilt sind. Das gleiche gilt für Bezirksschornsteinfegermeister Persch, der bis zum Einsatzende da war, obwohl Niederburg gar nicht zu seinem Kehrbezirk gehört.

Mitten im Einsatz blickt man dann auf über 50 Feuerwehrmänner und Frauen vor und in dem Haus, die Löschtrupps an den Hydranten, die einsatzbereiten Atemschutzgeräteträger, den Angriffstrupp auf der ausgefahrenen Leiter neben dem noch rauchenden Kamin und fragt sich: Ist das alles notwendig? Hätte bei diesem Einsatz nicht über die Hälfte der Männer und Frauen weiterschlafen können/dürfen?

Erst Stunden später, als wieder Ruhe im Haus eingekehrt ist und man über das Geschehene nachdenkt, wird einem bewusst: Es war absolut notwendig, dass die Feuerwehren in jedem Bereich unverzüglich die volle Einsatzbereitschaft herstellten, denn wäre der Kaminbrand nicht so glimpflich verlaufen, hätte man innerhalb von Sekunden die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten können. Jeder Feuerwehrmann war auf seiner Position bereit für den Ernstfall, der glücklicherweise nicht eingetreten ist.

Wir haben viel Glück gehabt. Der Brand wurde früh genug bemerkt und um alles Weitere haben sich schnelle, kompetente und gut ausgerüstete Feuerwehrleute gekümmert.

Danke an alle Feuerwehrmänner und Frauen die gestern Nacht für uns im Einsatz gewesen sind.

Danke, dass ihr jederzeit einsatzbereit seid und auch für den Nächsten, der Euch braucht, da sein werdet.

Ein persönliches Dankeschön folgt.

Familie Andreas Heidelmann