NiederburgVogelsnack

Der Artikel zum „Kreuz am Vogelsnack“ in der RHZ und in den MRN bedarf einiger Richtigstellungen und Ergänzungen. Die Lage des Kreuzes an der herrlich im Niederbachtal gelegenen Felsformation des Vogelsnack, die sich auf der einen Seite des Tales befindet und der Fortsetzung mit dem mächtigeren Rabennack, erreichbar ab Niederburger Sportplatz, auf der anderen Seite sind unter Kennern seit Jahren gern besuchte landschaftliche Highlights im vorderen Hunsrück. Wie schroffe Haifischzähne ragen die Felsnasen hell aus dem Waldboden. Niederburger Senioren, hier die „Knacker“ und die Seniorenfeuerwehr haben es sich auf die Fahnen geschrieben, die Aussichtspunkte über die Weite des Niederbachtales frei zu legen und frei zu halten. Jede Menge Schweiß haben die Männer vergossen, akrobatisches Können mit Motorsäge und jede Menge Gerät auf beiden Seiten des Tales eingesetzt. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren Aktionen Freiwilliger unterstützt und Geld eingesetzt um die Felsen freizustellen. Die Niederburger mögen sie besonders, ihren Vogelsnack und seinen „Bruder“ den Rabennack. Das Kreuz am Vogelsnack ist mit besonderen Erinnerungen im Zeitgeschehen verbunden. Besonders der letzte Krieg auf deutschem Boden und die damit verbundenen Leiden der Bevölkerung, besonders der jungen Menschen, haben zum Aufbau und der Wiedererrichtung des Kreuzes geführt. Der Niederburger Heimatverein und der Sportverein haben Wanderziele dorthin gelegt, Niederburger Kinder im Kindergartenalter haben die Geschichte dieses besonderen Platzes schon gehört. Der unbedarfte Bürger mag meinen, wie im Artikel angegeben, dass dieses Kreuz auf Weseler Waldgebiet liegen mag, Kenner wissen, dass dieses landschaftliche Kleinod ein Niederburger Schmuckstück ist. So haben Niederburger, und hier besonders die „Knacker“ um Heinz Retzmann und dessen Freunde jede Gelegenheit genutzt Kolpingbrüder auf den Vergang des Kreuzes hinzuweisen. Es ist schön zu wissen, dass die Leitung der Kolpingfamilie und deren verdiente Senioren sich jetzt für den Erhalt des Kreuzes einsetzten, wie dies die „Knacker“ mit ihren Mitteln seit Jahren getan haben. Ganz im Ernst: Die Erhaltung des Kreuzes ist Herzenssache vieler Niederburger, die Verbindung zur Kolpingfamilie Oberwesel ist vielen Besuchern bekannt. Das Kreuz muss erhalten bleiben!! Es steht hier nicht wie wir meinen als Gipfelkreuz sondern schaut über das Tal wie die jungen Menschen, die hier ihre letzte freie Zeit während des Krieges verbrachten und nicht mehr nach Hause kamen, der jungen Leute, die hier um ihre Freunde getrauert und geweint haben und uns als Dank für jetzt 70 Jahre ohne Krieg auf deutschem Boden. Wir freuen uns über die Aktion der Kolpingfamilie Oberwesel, werden die Aktion nach Möglichkeit unterstützen und das Kreuz am Vogelsnack in Ehren halten; im „Niederburger Gemeindewald“. Dort soll es als Gedenkstätte für die Oberweseler Kolpingbrüder erhalten bleiben. Foto Reuter

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister

Nachtrag zum Artikel:
Hier ein paar Bilder aus vergangenen Tagen

und eine Sammlung von Zeitungsausschnitten:
Sammlungen rund um den Vogelsnack

Quelle: Heinz Retzmann