Buergertag 2016 16Geschätzte Beteiligung ungefähr 80 und gezählte 108 Teilnehmer des Niederburger Bürgertages 2016 an einem der letzten Märzwochenenden. Knackig kalt aber von oben trocken war die Wettervorhersage und gottlob traf es auch so ein. So wurde der Aufruf zur Mithilfe gerne angenommen und viele machten sich auf, um ihren Beitrag zum Gelingen des Tages zu leisten. Die größten Projekte waren auch diesmal den kleinsten des Dorfes gewidmet. Am Spielplatz und im Kinderwald wurden fleißige Helferinnen und Helfer gebraucht. Die Papas waren mit Unterstützung einer Mama auf dem Spielplatz (wir berichteten)  aktiv, die Mütter und die großen und kleinen Kinder waren zusammen mit Förster Weide im Kinderwald und auf einer Kahlfläche unterwegs. Fast 60 Obstbäume wurden gepflanzt und vor Verbiss geschützt.  Die Niederburger Jugend hatte sich zusammengefunden und bereitete größere Mengen von Brennholz für das kommende Martinsfeuer vor. Mit Hilfe von Papas, sprich den Vätern  der in Niederburg zuständigen Martins-Jahrgangsjugendlichen, wurde eifrig Kronenholz geschnitten und aus dem Wald an Wegränder transportiert. Der Holzvorrat wird zum Martinsfeuerplatz transportiert und kurz vor dem Martinstag aufgeschichtet.  Weitere fleißige Gruppen waren am Kneippbecken und an der Schwimmbadbrücke (wir berichteten) zu Gange. Toni Muders hatte Freunde und „Knackerkameraden“ zusammengerufen um zu reinigen, streichen und marode Teile auszuwechseln und so den viel genutzten Rast- und Erholungsort für das Frühjahr vorzubereiten. Ebenfalls zur „Knackertruppe“ gehörende ältere Herren waren an dem landschaftlich reizvollen Rabennack unterwegs und stellten die Felsformation wieder frei. Schweißtreibende Arbeit hatte „Oberknacker“ Heinz Retzmann zu vergeben und Mitglieder der Truppe holten sich schweißnasse Hemden. Die Feuerwehr kümmerte sich um die eigentlich stillgelegten Wassergewinnungsanlagen in Niederburg. Die bis zu  170 Jahre alten Anlagen funktionieren nur noch, weil eifrige Geister die Anlagen regelmäßig pflegen und reinigen. So können die drei alten Dorfbrunnen, der Generationenbrunnen und die Kneippanlage, die alle von den Anlagen gespeist werden, im Sommer wieder sauberes Nass in das Dorf liefern und manchen kleinen und großen Nutzer erfrischen und Spaß bereiten.

Die öffentlichen Grünanlagen wurden wieder von einem Team unter der Leitung von Herbert Retterath aufgearbeitet. Rosen und andere Sträucher erhielten einen passenden Frühjahrsschnitt und wurden sachgerecht gedüngt. Die große Biotopwiese,  im Besitz des Rhein Hunsrück Kreises erhielt wieder die frühjährliche Vorsorge, wurde geschnitten, aufgehackt und gedüngt.  Den Sportplatz und seine weitläufigen Anlagen wurden vom Winterschmutz gereinigt und ein sauberes Gelände geschaffen. Eine große Mannschaft zur Pflege hatte das Sportplatzteam um Michael Rüdesheim und die Keßler-Brüder zusammengestellt. Ganze Arbeit wurde auch dort geleistet.  Der Bolzplatz uns seine Bepflanzung pflegte und reinigte ein mit Meisterhilfe verstärktes Team, dass Edgar Menne betreute und leitete. Zwei gestandene Handwerksmeister und Betriebsleiter standen den jungen Damen als Helfer zur Seite. Eine für Michael Menzel und Frank Lenz ungewohnte Arbeit an einem Samstag, aber den Minen nach zu urteilen eine Spaß machende Tätigkeit. Das Dorfkreuz ist seit der Wiedererrichtung vor Jahren das Arbeitsfeld von Hermann Keßler. Er war es, der in wochenlanger Arbeit für den Erhalt des Denkmals sorgte, er pflegt dies  auch mit einer seltenen Hingabe. Dass sich dann noch Freiwillige als Helfer dazu gesellen ist auch eine Anerkennung der dort

geleisteten Arbeit.  Das Küchenteam hatte sich wieder angestrengt und große Töpfe mit Erbsensuppe und Wurst zubereitet. Die Halle des Generationenhauses war gut besetzt als zur Mittagspause gerufen wurde. Selten wurde es so Buergertag 2016 67eng mit dem Essenvorrat, diesmal überraschte die Anzahl der Mithelfer die Helfer des Heimatvereins, der für Kosten und die Zubereitung des Mittagessens aufkommt. „Alle Töpfe restlos leer und der Kuchen vom Blech geplündert“ war am Ende der Pause das Fazit der Essenausgeber. Einige der Helfer trafen sich nach der Pause um noch einmal mit vereinten Kräften um bis in die Abendstunden zu arbeiten und Ordnung zu schaffen. Das Fazit des Tages ist eigentlich immer gleich, viel zu Gunsten der Gemeinde gearbeitet, Leute einmal anders kennen gelernt und ganz besonders Neubürger ohne Vorbehalt einbinden. Da arbeitet der mehr als achtzigjährige mit Neubürgern, dessen Frauen und Kindern zusammen ohne Achtung auf Generationengrenzen, aber mit gegenseitiger Achtung. Wieder jemanden richtig kennen gelernt, mit ihm gearbeitet und auch ein vertrauliches Wort gewechselt, eine richtige und wichtige Generationenverbindung im Dorf. Das Niederburger  Motto hat sich hier wieder bestätigt: Hier machts Spaß, hier bin ich gerne daheim.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister