DSC 7565Ein überaus harmonisches Fest haben die Niederburger zur Einweihung des Generationenhauses erlebt. Vereine und Gemeinde hatten dieses Fest gemeinsam vorbereitet und haben Einheimische und Gäste mit viel Engagement und einem kurzweiligen Programm unterhalten.

Die offizielle Einweihungsfeier gestalteten zu Beginn die Rot Weiß Musikanten mit dem Fanfarencorps. Die Kleinsten des Dorfes begrüßten die Gäste mit selbst gebastelten Herzen, mit denen sie die Gäste willkommen hießen. Gleich zu Beginn präsentierte Ortsbürgermeister Klockner die wieder aufgefundene Gemeindeschelle, die ihm am Mittag des Tages von Marianne Muders übergeben worden war. Diese Schelle galt fast 35 Jahre als nicht mehr auffindbar. Die mehr als 100 Jahre alte Gemeindeglocke war der Herbeirufer bei guten aber auch schlimmen Ereignissen. Sowohl bei Festen und Feiern diente sie als „Aufmerksammacher“ als auch zu Beginn von Kriegen und den Waffenstillständen des vergangenen Jahrhunderts.

Dieser Glockenklang eröffnete neben den Niederburger Rot-Weißen das freudige Ereignis der Einweihung. Begrüßen konnten die Niederburger Staatsekretär Günter Kern, neben Bürgermeister Thomas Bungert auch den Kreisbeigeordneten Reinhard Klauer, Hans Josef Bracht als Mitglied des Landtages, Dr. Marlon Bröhr als Kandidat zur Landratswahl, Stadt- und Ortsbürgermeister und viele Gäste aus den Gremien der Verbandsgemeinde und den am Bau beteiligten Unternehmen. Hubertus Jäckel skizierte besonders den Niederburer Werdegang des Projektes „Generationenhaus“ bis zu seiner Fertigstellung. Staatsekretär Kern hob in seiner Ansprache die Notwendigkeit hervor attraktive Ortsgemeinden zu fördern, um dem demographischen Wandel aktiv begegnen zu können. Noch mehr dörflicher Zusammenhalt, noch mehr an funktionierender Infrastruktur will das Land mit den Möglichkeiten der Dorferneuerung ermöglichen.DSC 7500

Bürgermeister Thomas Bungert, der den Niederburger Weg in der Dorferneuerung seit Beginn vorbehaltlos unterstützte, zeichnete in seinem Grußwort den Gang der Ereignisse nach und hob auch die kritische Beurteilung der Machbarkeit hervor. Er beglückwünschte die Niederburger zu dem gelungenen Werk. Die Glückwünsche von Landrat Bertram Fleck überbrachte Kreisbeigeordneter Rainhard Klauer. Er freue sich mit den Niederburgern über den Abschluss der Baumaßnahme, die von der Kreisverwaltung, deren Mitarbeitern und den Gremien stets offen und konstruktiv begleitet wurde.

Ein eigens für diese Einweihungsfeier einstudiertes Theaterstück trugen Mitglieder der Theatergruppe DASTOBI vor. Die Themen Dorferneuerung, demographischer Wandel und die Beweggründe darzustellen hatten sich die Schauspieler zur Aufgabe gemacht. Das Eigenwerk fand beim Publikum großen Anklang und wurde mit herzlichem Applaus bedacht.

Bürgermeister Klockner dankte ausdrücklich den verantwortlichen Mitarbeitern der Verbandsgemeide- und der Kreisverwaltung für die jederzeit gute und offene Unterstützung. In den zuständigen Referaten des ADD als auch in den Fachabteilungen des Innenministeriums haben sich immer wieder Ratgeber und Unterstützer gefunden. Im Besonderen hob er das Engagement von Bauleiter Ulrich Knop hervor. Herr Knop habe nicht nur als Fachmann zur Verfügung gestanden. Er war während der Bauzeit jederzeit verfügbar und hat „seine“ Baustelle in Niederburg mit besonderem Herzblut geleitet. Weit über das Maß der „bezahlten Arbeit“ habe er für das Projekt Hervorragendes geleistet. Den Niederburger Handwerkern dankte der Ortsbürgermeister für ihre Unterstützung bei der ehrenamtlichen Arbeit, Markus Schink besonders für die Organisation der Eigenleistung, bei der er alle Vereine mit einspannte. Die Einsegnung des Hauses nahmen die Geistlichen der Konfessionen vor. Davor trugen die Niederburger Zimmerermeister Wolfgang und Markus Schink und Dachdeckermeister Frank Lenz den Richtspruch vor. Die Niederburger Musikanten und die Chorgemeinschaft St. Goar-Niederburg begleiteten die Feier musikalisch. Die Geistlichen dankten für eine unfallfreie Bauzeit und baten um Gottes Segen für die Zukunft und die Nutzer des Hauses. Es folgte ein temperamentvoller Tanz einer Garde der Fastnachter unter der Leitung von Margot Muders. Den Abschluss des Abends bildete der gemeinsame Gesang der Niederburger Heimatlieder unter der Leitung von Chorleiter Edgar Menne.

Am Festfreitag hatte die Gemeinde alle am Bau beteiligten Unternehmen, deren Mitarbeiter und die Helfer aus dem Dorf zu einem Tag der Handwerker und Unterstützer eingeladen. In lockerer Runde genossen die Baufachleute und die beteiligten Niederburger ein von den Chefköchen des Dorfes bereitetes Essen und ein paar Stunden des gemeinsamen Austauschs.

DSC 7544Für den Festsonntag hatten sich die Organisatoren aus den Vereinen und der Gemeinde viel vorgenommen. Zu den besonderen Gästen des Tages zählte Landtagspräsident Joachim Mertes, den der Ortsbürgermeister begrüßen konnte. Der Landratskandidat der Sozialdemokraten Michael Maurer hatte sich ebenso die Zeit genommen Niederburg zu besuchen um Niederburg und die Niederburger kennen zu lernen. Die Beigeordneten Regina König und Jörg Oppenhäuser dankten dem Ortsbürgermeister für seine Leistungen während der Bauzeit. Alle Ortsvereine schlossen sich dem Dank an und waren mit Delegationen auf der Bühne vertreten. Nach dem Frühschoppen mit den Rot Weiß Musikanten unter der Leitung von Klaus König wurde zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Mehr als 300 Gäste wollten die heimischen Spezialitäten der Chefköche Werner Lehmann, Lothar Schmitt und Gottfried Muders genießen. Für den reibungslosen Ablauf sorgte ein eingespieltes Team der SVN Frauen, die wie immer mit Ruhe und der nötigen Konzentration für den reibungslosen Ablauf sorgten. Essen in allen Räumen des Hauses einschließlich des Backhauses war angesagt. Eine besondere Überraschung bereiteten die Freunde des Dorfes aus dem flämischen Lommel/Belgien. Das Trommlercorps, eine Abordnung der königlichen Harmonie und der Vertreter des Oberbürgermeisters überbrachten gute Wünsche aus Belgien. Die Gäste hatten eine Anfahrt von fast 300km auf sich genommen, um bei den Festtagen dabei zu sein. Viele Gäste aus der Nachbarschaft als auch Freunde aus dem gesamten Hunsrück wollte das neu gestaltete alte Haus erleben. Hausführungen und die Vorstellung der Tätigkeiten der Niederburger Vereine und Gruppen sorgten für reges Treiben im ganzen Haus. Im halbstündigen Wechsel führten Architekt, Gemeinderäte und Gemeindeführung durch die Räume des Hauses und erklärten Besonderheiten zur Wärmerückgewinnung, Energienutzung, Bauverlauf und behinderten gerechten Gegebenheiten.

Ein reichhaltiges Kuchenbüffet folgte und erfreute die Gäste. Den Abschluss der Festtage bildete der Dämmerschoppen mit dem musikalischen Ausklang.DSC 7733

Besonders erfreulich war die Beteiligung beim Verstauen der Festutensilien und dem Reinigen des Hauses am Montag nach dem Fest. Fünfundzwanzig gute Geister hatten sich beteiligt und nach kurzer Zeit „rein Schiff“ gemacht. Über alle Festtage war wieder eine große Schaar von Helfern unterwegs und sorgten, wenn es einmal hakte ohne Zögern für Abhilfe. Alle Vereine beteiligten sich und brachten sich für die Dorfgemeinschaft ein. Das Generationenhaus hat nun seinen Segen, eine würdige Einweihungsfeier und die „Feuertaufe“ hinter sich. Die Niederburger verfügen jetzt über ein funktionierendes Haus, das viele Aktivitäten ermöglicht und noch mehr an Nutzungen zulässt als die bisherige Konstellation. Nach einer „Einschwingphase“ werden wieder alle Gruppen und Abteilungen der Vereine ihre Möglichkeiten haben, Neues und Neue haben alle Möglichkeiten und Chancen, die es zu nutzen gilt.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister