Wie schon seit Jahren lädt die Gemeinde Niederburg die Kinder des Dorfes ein zum alljährlichen Kinderausflug. Gerne organisiert die Gemeindeführung seit Jahren den Seniorenausflug. Da stellte sich jemand die Frage: „Wieso alleine etwas für die Senioren organisieren, Familien und besonders Kinder brauchen genau die gleiche Unterstützung“. „ Gesagt, aber wie tun“ war die nächste Frage. Einen Ausflug anbieten, den Papa und Mama nicht einkaufen können ist der Wille der Organisatoren. So ging die Reise schon zur Mülldeponie, ins Walderlebnisland oder auf einen Waldlehrpfad, bei dem die Kinder kleine und kleinste Lebewesen des Waldes zusammen mit einem Förster erleben konnten. Die Reisekosten und die Verpflegung mitsamt Getränken übernimmt die Gemeinde, die Kinder müssen lediglich einen kleinen Obolus für die Führungen erstatten.

In diesem Jahr ging die Reise zu einem alten Kupferbergwerk nach Fischbach an der Nahe. Ein Kindererlebnis, speziell für Kinder bis 13 Jahre, hatte die Gemeindeführung ausgesucht. Fast 50 Fahrteilnehmer versammelten sich am Gerätehaus und freuten sich auf die Fahrt. Zur Unterstützung mit dabei sind gern gesehen Mamas, Papas, Opas und Omas. Mit eingeladen waren auch wieder Gastkinder der Familien, die in Niederburg ihre Herbstferientage verbringen. Mit einem großen Reisebus, gesteuert wieder einmal von Werner Muders, der dies im Übrigen unentgeltlich tut, ging es durch den Hunsrück ins Naheland bei Idar Oberstein. „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Unter diesem Motto wurde zunächst auf einem Waldparkplatz gefrühstückt. Frisch gestärkt startete die Führung im Kupferbergwerk in zwei Gruppen, die jüngeren Reiseteilnehmer und die schon etwas älteren Kinder bildeten jeweils eine Gruppe. Die Führerinnen versprachen schon zu Beginn ein spannendes Erlebnis. Mit einem Bergwerkhelm ausgerüstet wurde die Reise in den Berg angetreten. Vieles gab es zu bestaunen und zu berichten. „Wie lebten die Bergleute in früheren Jahrhunderten, wieso sind die Stollen so niedrig, wieso hat der Stein so bunte Farben und was bedeutet das?“ Auf Vieles gab es überraschende Antworten und Wissenswertes zu bestaunen. Selbst die Frage nach dem kleinen Wuchs der Bergleute, wie das Märchen von dem Schneewittchen und den 7 Zwergen erzählt, gab es die passende erklärende Antwort. Etwas mehr als zwei Stunden zuhören und immer noch interessante Fragen stellen, wann erlebt man das schon bei Kindern. Langeweile oder „ich hab aber gerade keinen Bock mehr“ gab es nicht. Selbst die Erwachsenen waren von der Führung begeistert und hatten keine Mühen, die junge Rasselbande bei der Stange zu halten.

„Jetzt aber genug aufgepasst, jetzt gibt es das Mittagessen“ war der nächste Programmpunkt. Eine Küchenmannschaft hat während der Führung ein Mittagessen für die Reiseteilnehmer zubereitet. Die Zufriedenheit auf den Gesichtern war wieder Maßstab für die Organisatoren dass es allen geschmeckt hat. Nach der ausgiebigen Mittagsrast ging die Reise nach Nannhausen zum Kinderspielplatz „Schmiedel“. So recht nach Kinderherzen ist dieser Spielplatz angelegt. Das weitläufige Gelände mit unzähligen Spielmöglichkeiten zum Erleben und Toben war das nächste Reiseziel.

Bei der Weiterreise nach Hause war es im Bus deutlich ruhiger, Kinder und mitreisende Erwachsene waren sichtlich platt vom Erlebten und von der frischen Luft. „Programm bei allen gut angekommen und alle Reiseteilnehmer gesund und zufrieden nach Hause gebracht“ dieses Fazit konnten die Organisatoren bei der Ankunft am heimischen Gerätehaus in der Dorfmitte ziehen. Zu danken gilt es den guten Geistern, die wieder an vielen Stellen mit angepackt haben. Ohne diese Einstellung der Erwachsenen würde es den Organisatoren kaum Freude bereiten für alles gerade zu stehen. Ein Dankeschön gilt besonders dem Busfahrer Werner Muders, der dies kostenlos zu Gunsten der Kinder tut und Regina König, die für die Vorbereitung der Verpflegung verantwortlich zeichnete. Nicht vergessen werden sollen aber auch die Jagdpächter, die mit ihrer Spende für soziale Zwecke diesen Ausflug erst ermöglichen. Besonderer Dank gilt auch der Familie Hubertus Jäckel, die die Niederburger Kinderschaar seit Jahren mit Spenden unterstützt. Ohne die Großzügigkeit der Spender wäre die Ausrichtung eines solchen Ausfluges nicht möglich.

Da die ganze Reise und das Ganze drum und dran auch dem Ortsbürgermeister großen Spaß gemacht haben, ist die Fortsetzung im nächsten Jahr versprochen. „Wo geht die Reise hin?“ das wird noch nicht verraten. Aber die ersten Ideen gibt es schon. Also freuen wir uns über einen gelungenen Tag, viele neue Eindrücke und eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister