Bürgertag 2019 947Zum 15. Mal hatte die Niederburger Gemeindeleitung zusammen mit den Ortsvereinen ein Arbeitsprogramm erstellt, das am ersten Aprilsamstag wieder abgearbeitet werden konnte. In den frühen Morgenstunden fanden sich erfreulich viele Arbeitsgruppen am Gerätehaus in der Ortsmitte ein und begaben sich nach kurzer Einweisung zu den Arbeitsstellen. Die weitläufige Anlage des Sportplatzes wird in jedem Jahr von Winterresten wie Laub und Ästen befreit. Rinnen werden gesäubert, der Kunstrasenplatz gepflegt und Rast- und Ruheanlagen gereinigt. Die Parkplatzanlagen und der Spielplatz gehören ebenso dazu. Für den Taunusblick hat Edgar Menne die Patenschaft übernommen. Er pflegt mit seinen Enkeln die gern besuchte Raststelle in der Nähe der K 93. Die gemeindlichen Grünanlagen werden von einem geschulten und eingespielten Team in Augenschein genommen und in Schuss gebracht. Der Bewuchs wird zurück geschnitten, Rosen erhalten einen Frühjahrsschnitt. Das Welterbe Rosenbeet hat in diesem Jahr Ersatzpflanzen erhalten. Diese wurden gepflanzt, die Anlage gedüngt. Unbemerkt hatte sich eine Gruppe der Wiesenstraßenbewohner mit der Grünanlage um den Friedhof befasst und dankenswerter Weise positive Fakten geschaffen. Alle Brunnen des Dorfes und die Quellenanlage der Spißer Quelle reinigt in jedem Jahr eine Mannschaft der Feuerwehr. Rund um das Gerätehaus wurde Frühjahrsputz gehalten. Dachdeckermeister Frank Lenz reinigte die Dachflächen wo nötig und die Regenabläufe an dem nun 25 Jahre alten Haus. Kleine und größere Schäden an der Dachanlage wurden behoben. Hermann Keßler widmet sich der Anlage um das von ihm in alter Technik erneuerte Dorfkreuz. Der Mitachtziger pflegt sowohl das Grün als auch das steinerne Denkmal für segensreiches Glück einer Familie in der schweren Zeit des ersten Weltkrieges. Ein Arbeitsteam setzte die Außenanlagen um das Heiligenhäuschen instand. Der Innenraum wird von Günter Oppenhäuser in Schuss gehalten, für die Außenanlagen sorgten jüngere Kräfte um „Oberknacker“ Heinz Retzmann. Ein Teil der vielen Ruhebänke in Dorf und Flur wurde mit einem neuen Farbanstrich versehen.

Der Spielplatz im Pfarrgarten ist in jedem Jahr auf dem Programm zu finden. Die Kinder des Dorfes sollen mit aufsteigender Sonne und Frühlingstemperaturen einen gepflegten Ort zum Spielen vorfinden. Das Innenleben des Generationenhauses stand im Mittelpunkt einer Gruppe die die „Ecken und verstecken Winkel“ des Gebäudes reinigten. Hausputz war auch für die vielen Beleuchtungskörper des Gebäudes angesagt.

Die Jugend befasste sich mit dem Bolzplatz und seinen Anlagen. Neben der Bolzplatzhütte wurde auch der Sandplatz der Beach-Volley-Ball-Spieler mit weiblicher und männlicher Kraft von Unkraut befreit. Die Schutzbepflanzung hatte einen Frühjahrsschnitt nötig und wurde zurechtgestutzt. Das Denkmal in der Ortsmitte wird seit geraumer Zeit von Werner Henrich auf Vordermann gehalten. Er vertikutierte die vermoosten Rasenflächen und half mit Dünger für die nötigen Wuchskräfte zu sorgen. Toni Muders versorgte die Anlagen um das Kneipp Becken mit einem Pflegetrupp. Altes vergangenes wurde entfernt, Neues gepflanzt. Das Lavendelbeet zur Begünstigung von Bienen und anderen Insekten wurde teilweise erneuert. Für die Kinder des Dorfes hatte sich Jürgen Krebs etwas besonders einfallen lassen. Auf der Restfläche zur weiteren Erschließung des Neubaugebietes wurde eine Bienenwiese angelegt. Mit viel Liebe konnte der Initiator zusammen mit Michael Muders Kinder in das Leben der kleinen Nützlinge einführen. Nach der Aufbereitung der Einsaat Fläche konnten die Kinder zusammen mit Verwandten eine Bienen- und Insektenwiese anlegen. Bilder an den von Kindern gesäten Abschnitten der Brache weisen auf die einzelnen Kinder und die Insekten hin. Anschauen lohnt! 

Förster Weide war mit Jägern und Jagdpächter an den frisch angelegten Waldteichen unterwegs und pflanzte Ausgesuchtes aus einer Baumschule zur Unterstützung der sich einfindenden Waldbewohner. Auch wenn noch kein Grün aus dem menschlichen Machwerk erstanden ist, Bewohner nutzen schon jetzt durch einwandern und einfliegen die neuen Lebensräume. Anschauen lohnt!

Wie schon zu Beginn der Bürgertage ist der Heimatverein der Versorger für die vielen Helfer zur Mittagszeit. Lothar Schmitt und Marlene Lenz hatten für einen kräftigen, selbst gekochten Erbseneintopf gesorgt. Die Theatergruppe DASTOBI unterstützte bei der Versorgung der Arbeitskräfte. Für ein Frühstück auf Kosten der Gemeinde an den Arbeitsstellen sorgte ein Team um Regina König.

Alles in allem ein gelungener Tag, der zum einen den Gemeindesäckel entlastet und zum anderen und wichtigsten zu einer funktionierenden Dorfgemeinschaft beiträgt.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister

Bürgertag in Niederburg